Wir wollen zum 3. Jahrestag des Kaufs unseres Hauses alle einladen, Einblicke in die (Frei-)Räume der Lu15 zu bekommen und diese zu nutzen!
Tagsüber gibt es ein vielfältiges Kulturprogramm, abends feiern wir mit „The Savants“ und den Lu15-DJ’s.
Wir freuen uns auf euer Kommen!
Ab 14h haben der Umsonstladen und das Atelier geöffnet, außerdem gibt es Kaffee und Kuchen sowie ein Kinderprogramm und folgende Vorträge:
14.00h: Das Freiburger Mietshäuser-Syndikat
(Lu15)
15.00h: Transition Town
(Transition Town Tübingen/Rottenburg)
16.00h: Netzsicherheit
(Zelle)
17.00h: Maifestspiele in Frankfurt am Main
(Revolutionäre Alternative Reutlingen)
Vom 16.-19. Mai wollen wir uns alle in Frankfurt am Main versammeln, um den Zorn gegen das bestehende kapitalistische System und insbesondere gegen die Sparpolitik der Troika, die uns als „alternativlos“ verkauft wird, auf die Straße zu tragen und gemeinsam in bunten Aktionen die EZB, die als eine der drei Akteure der Troika im Namen der Sparpolitik eine neoliberalistische Schocktherapie in Griechenland durchsetzt, lahmlegen.
Bereits am 31. März fanden sich viele, vor allem libertäre Demonstrant*innen in Frankfurt ein, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Die Aktionstage sollen eine Kontinuität des Protestes schaffen, die nötig ist, damit das Bewusstsein der Notwendigkeit einer sozialen Revolution in breiten Massen aufkeimt.
Wir wollen im Vortrag ein Ausblick auf die geplanten Aktionen geben und euch alle einladen, mit uns zu diskutieren und gemeinsam den Protest zu führen, in Frankfurt und überall! Außerdem könnt ihr Buskarten nach Frankfurt erwerben. Wir freuen uns auf euch!
18.00h: Wüstenkriege – Droht ein neuer Krieg in der Sahara?
(Christoph Marischka / IMI)
Seit mehr als 35 Jahren ist die Westsahara völkerrechtswidrig von Marokko besetzt, große Teile der Bevölkerung wurden seinerzeit unter dem Einsatz von Napalm- und Phosphorbomben vertrieben und leben bis heute in Flüchtlingslagern auf algerischem Territorium. Bis 1991 herrschte in der Westsahara ein Bürgerkrieg, in dem die Frente Polisario gegen die marokkanischen und zunächst auch mauretanischen Besatzungskräfte kämpfte. Dann wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt, der schnell in ein Referendum über die Unabhängigkeit münden sollte, das von Marokko bis heute blockiert wird. Seit dem ist das Land von einem verminten Wall in besetzte und sog. “befreite“ Gebiete – überwiegend unwirtliche Wüste – geteilt.
Die westlichen Industrienationen decken offen die völkerrechtswidrige Besetzung durch Marokko, während fast alle ehemaligen Kolonien die Polisario in ihrem Kampf für die Unabhängigkeit der auch als „letzte Kolonie in Afrika“ bezeichneten Westsahara unterstützen und die „Demokratische Arabische Republik Sahara“ überwiegend anerkannt haben. Das Kräfteverhältnis zwischen beiden offenbart sich in dem nun seit über 20 Jahren währenden Stillstand, welcher die Besatzung letztlich zementiert. Dieser Stillstand ist auch der Grund, warum v.a. Jugendliche aus den Flüchtlingslagern die Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes fordern. Dies wurde intensiv und mit offenem Ausgang auf dem 13. Kongress der Frente Polisario, der Mitte Dezember in den „befreiten“ Gebieten stattfand, diskutiert.
Die Gefahr einer militärischen Eskalation in der Westsahara und damit indirekt auch zwischen Algerien und Marokko ist jedoch eng verwoben mit weiteren Tendenzen zur Militarisierung der Sahara: Der Krieg in Libyen hat massiv zur Aufrüstung der Region beigetragen und die Kräfteverhältnisse so verschoben, dass neue Stellvertreterkonflikte zwischen den ehemaligen Kolonialmächten und den USA zu erwarten sind. Die EU hat die südwestliche Sahara mit ihrer Sahel-Strategie zu einem Schwerpunkt ihrer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik gemacht und (das Phantom einer) Al Kaida im islamischen Maghreb (AQIM) drängt die Regierungen der Region zur weiteren Aufrüstung und Versicherheitlichung, da sie ansonsten eine verstärkte Einmischung der westlichen Mächte im Zuge des „Krieg gegen den Terror“ befürchten. Nicht zuletzt nehmen auch die Spannungen zwischen den Metropolen und den ehemaligen Kolonialmächten seit den gewaltsamen Regime-Changes in Libyen und der Elfenbeinküste wieder zu und könnten sich in der Westsahara entladen.
Christoph Marischka hat den 13. Kongress der Frente Polisario verfolgt und wird hierüber, sowie über die Lage in der Region berichten.
Ab 17h laden wir zur Jam-Session ein,
um 19h gibt es dann Essen für alle und Filme,
danach, ab 21h, beginnt die Party.
Später in der Nacht, ca ab 23h werden „The Savants“ uns mit ihrem Punkrock einheizen.
Der Eintritt ist wie immer frei, um Spende wird gebeten.



